Name des Schiffes: De Tukker
Schiffstype: Schoner (Klipper)
Nationaliteit: Nederländische
Motor: Detroit Diesel 8V71N, 240 PK, (177 KW)
Gesamtlänge: 40 m
Länge über der Wasserlinie: 26,31 m
Breite: 5,50 m, Tiefe: 1,50 m
Heimathafen: Enschede
Fahrgebiet: Wattensee, Noordsee, Oostsee (Niederlande, England, Schottland, Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen)
EINLEITUNGVoor ungefähr achtundzwanzig Jahren entstand der Gedanke um Jugendlichen mit mehrfachen, kompexen Problemen auf eine besondere Art neue Chancen zu bieten. Zusammen mit de Jugendlichen wurde ein hundert Jahre altes Segelschiff restauriert, um mit ihnen auf Segelfahrten auf stürmischer See Schwierigkeiten meistern zu lernen. Dieses Schiff, das Segelschiff De Tukker, ist heute eines der Hilfsangebote von Jarabee, einer Organisation ür Jugendhilfe in Twente.
Das Konzept des Segelschiffes De Tukker lautet : ‘De Tukker fordert Jugendliche nachdrücklich heraus und bietet ihnen die Chance, wichtige Entscheidungen in ihrem Leben zu treffen. Wenn ein Jugendlicher diese Herausforderung annimmt, ist die Wahrscheinlichtkeit groß daß er nicht mehr zurückfällt in sein altes, of kriminelles Verhalten’.
De Tukker legt den Schwerpunkt auf die positiven Aspekte de Jugendlichen mit all seinen Möglichkeiten: was kan sich entwickeln?
Es geht dabei voor allem um das Hier und Jetzt und um die Zukunft. Zentral steht das Entwickeln von Möglichkeiten und das Realisieren (lernen) von Wünschen und Zielen, nicht das Lösen von Problemen.
Dazu ist Verhaltensänderung nötig. Jugendliche lernen Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen: was willst du erreichen, was kannst du tun daß dir das auch wirklich gelingt. 'Sage was du tun willst und halte dich daran'.'
Die Betreuer arbeiten eng zusammen mit Eltern und Organisationen im Umfeld de Jugendlichen
ZIELGRUPPEEs betrifft Jugendliche mit mehrfachen, kompexen Problemen. Oft sind andere Formen der Jugendhilfe fehlgeschlagen oder bieten keine Perspektive.
Diese Jugendlichen bevinden sich oft in einer Krisensituation. Sie haben ein gestörtes Selbstbild und können ihr eigenes Verhalten und die Kosequenzen davon nicht realistisch einschätzen. Sie sind grenzenlos in ihrem Verhalten, ihr Gefühl für Normen und Werte ist unterentwickelt, sie haben ein starkes Bedúrfnis nach Rollenmodellen.
Zu unterscheiden sind:
* Jugendliche mit stark externalisierendem Verhalten (oppositionell, agressief, eigene positive Fähigkeiten werden überdeckt mit negativem Verhalten). De Tukker hilft ihnen ihre Fähigkeiten positiv einzusetzen und einen realistische Platz in der Gemeinschaft zu finden.
* Mitläufer (unauffällig, unsichtbar, zurückgezogen). An Bord lernen sie ihre echten Fähigkeite zu entdecken und zu gebrauchen. De Tukker ermutigt sie ihr Können zu zeigen und mehr in den Vordergrund zu treten.
Die Probleme sind komplex (schwierig, beeinflussen sich gegenseitig) und mehrfach (bestehen in mehreren Lebensgebieten, nämlich:
* die eigene Entwicklung (sozial, psychisch, emotionell, cognitiv, moralisch);
* das Verhältnis mit den Eltern;
* die Situation auf der Schule oder auf de Arbeitsstelle;
* der Freundeskreis und Freizeitbeschäftigung.
PROGRAMMDas Programm beim Segelschiff De Tukker richtet sich auf Krisenintervention, Verhaltensänderung
und das Verhindern von Rückfall in (kriminelles) Verhalten. Dabei werden auch schützende Faktoren einbezogen, wie Entwicklungsmöglichkeiten, Zukunftsperspektive, der Wille sich selbst verändern zu wollen und sich selbst Ziele zu stecken und Verantwortung zu übernehmen, und so viel wie möglich die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und der Familie.
Sehr spezifisch ist das Mittel was hierfür eingesetzt wird: ein Segelschiff. Auf dem Schiff sind Struktur und Begrenzung nicht nur deutlicher als in der normalen Gesellschaft, außerdem kann sich der Jugendliche ihrer kaum entziehen. Die Regeln auf dem Schiff und die Sicherheit eines jeden hängen sehr eng miteinander zusammen.
De Beschränkungen eines Schiffes, wie die räumliche Enge und immer dieselben Menschen, wirken konfrontierend. Man kann einander nicht ausweichen und ist auf einander angewiesen; die Umgebungsreize sind stark und provozieren Reaktionen, der Jugendliche kann sich schwierig der Situation entziehen. Auch die Beziehungen untereinander werden deutlicher sichtbar.
Die ständige Anwesenheit der Besatzung und ihre sachkundliche Leitung (eine selbstverständliche Hierarchie) bieten eine Erfahrung von Sicherheit, Abhängigkeit und Verläßlichkeit von Menschen, die die meisten Jugendlichen nicht kennen.
PROJEKTEProjecte für Gruppen von einer Woche für Sonderschulen oder Einrichtungen der.
Individuelle Fahrprojekte von drei Wochen, Krisisintervention auf Anordnung des Jugendamtes oder auf freiwilliger Basis. Das Programm umfaßt eine Periode auf dem Schiff und Aktivitäten an Land (Survival, Klimmen). Fahrgebiete sind die Nordsee (England, Schottland) und die Ostsee (Deutschland, Dänemark, Schweden).
Individuelle Arbeitsprojekte an Land: Wartungsarbeiten am Schiff selbt, am Tauwerk oder der Innenausstattung.
Besatzung / Schiffsjungeat (2-5 Monate): Ein intensives Training wobei der Jugendliche lernt die Leitung beim Segeln zu übernehmen und mitverantwortlich zu sein für Schiff und Passagiere.
AKTUELLE SITUATIONDie Provinz Overijssel strich zum 1. Januar 2006 einen Teil der finanziëllen Unterstützung für Jarabee. Diese Maßnahme betrifft voor allem Angebote wie das Segelschiff De Tukker, wofür Jugendliche sich direkt anmelden können, ohne erst eine Indikation der betreffenden Jugendhilfestelle (Bureau Jeugdzorg) einholen zu müssen. Der Weg über eine Indikation mit einer daran verbundenen Finanzierung ist für die Zukunft nicht ausgeschlossen, aber zum heutigen Zeitpunkt verfügt De Tukker nicht über eine gesichert Einnahmequelle.
Mit Hilfe des Rotary-Clubs Enschede-Süd ist ein Plan erarbeitet für neue, strukturelle Formen der Fianzierung ab 2008.
Segelschiff De Tukker
Resedastraat 15
7555 CJ Hengelo/ Netherlands
www.zeilschipdetukker.nl;
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Der verantwortliche Abteilungsleiter für das Segelschiff De Tukker ist Herr J. ter Beke, Mitglied de Managementteams der Region Hengelo-Oldenzaal, (074) 256 19 00 /
E-mail:
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Teamleiter/Schiffer/Jugendhelfer ist Herr G. Schutte.
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Unterstützing an Land/Jugendhelfer/Schiffer ist
Herr J. Stegenga. E-mail:
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